Julia Onken – Online-Magazin

Mitdenken – Mitdiskutieren – Den eigenen Standpunkt erforschen

Julia Onken - Redaktorin Online-Magazin
Julia Onken - Redaktorin Online-Magazin

Editorial

Was ist das für eine Zeit! 

Wir könnten uns beklagen, auf was alles nun verzichten ist, welche immensen Schwierigkeiten und einschneidenden Veränderungen in unserem Lebensalltag die vom Bund verhängten Massnahmen zu bewältigen sind.

Wir könnten ein wenig herumtelefonieren, mit anderen unseren Ärger und Frust teilen, vielleicht nach Sündenböcken fahnden und wie der Hamster im Rad die immer gleichen Runden drehen und die gleichen Sätze vor uns hersagen.

Wir könnten uns auch vor den Fernseher setzten und uns die zahlreichen Sendungen über das Corona-Virus ansehen, könnten ein wenig in anderen Ländern herumschnuppern, uns sagen, dort ist ja alles noch viel schlimmer als bei uns. Das alles könnten wir tun.

Wir könnten aber auch einen anderen Weg einschlagen. Mit sich selbst in einen Dialog treten, sich Fragen stellen und zu versuchen, Antworten zu finden. Zum Beispiel könnten wir uns fragen, ob das, was nun gerade weltweit geschieht, vielleicht auch etwas mit unserer Lebensweise zu tun hat. Ich erinnere mich noch gut, im Anschluss an die 68er Jahre der Rebellion, wie sich ein empörter Songtext an die Protagonisten der erwachsenen Welt richtete mit dem Titel: Was habt ihr nur aus dieser Welt gemacht!

Diese Erde war ein Garten
Die Menschen waren Brüder
Und die Luft wie Samt und Seide
Und alles Wasser
War wie Kristall so klar

Doch der Garten wird zur Wüste
Hört auf, ihn zu zerstören
Ihr zerstört euch doch nur selber
Bald wird's zu spät sein
Besinnt euch jetzt und gleich!

Das Thema ist also nicht neu.

Wir haben die Luft verpestet, die Natur ausgebeutet und uns an der Tierwelt auf barbarische Weise vergangen. Was haben wir den Tieren angetan, als wir Tiere in Massen-Käfige gesperrt haben, sie gemästet haben um sie später zu töten, damit wir die Leichenteile essen können! Sind wir Barbaren oder gibt es noch einen Funken menschlicher Regung in uns?

Nun, wir haben nun viel Zeit über alles nachzudenken. Und vielleicht können gelingt es uns, das Steuer doch noch herum zu reissen.

Im Dialog: Julia Onken mit Mathias Jung

Liebes-Pingpong

Zwei, die es wissen müssen. Mit ihrem Buch Liebes-Pingpong sprechen sie über all das, worüber andere schweigen.

Und schon geht's weiter im Schlagabtausch:

Mathias Jung / Julia Onken

Übrigens

Brigitte Hieronimus

Brigitte Hieronimus

Julia Onken - Blick in mein persönliches Leben

Julia Onken

Was ich noch sagen wollte

Mathias Jung

Mathias Jung

Einsichten

Maya Onken

Maya Onken

Das Klopapier-Phänomen

Gastbeitrag 
Gudrun Schäfer-Burmeister 

Mathias Jung

Mix mit Meta

Meta Zweifel

Meta Zweifel

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Julia Onken

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Eckart Ruschmann

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9 Einträge

  • AD
    26.03.2020 19:50Uhr

    Mein Kommentar zu "Ich habe die Nase voll - auch ich bin eine heimliche Geliebte" von Lea

    Liebe Lea

    Ich lese bei dir sehr viel Wut und Frust heraus - was auch sehr verständlich ist, da es sicher eine schwierige Situation ist, die heimliche Geliebte eines verheirateten Mannes zu sein. Es klingt auch so, als ob du auch auf dich selbst wütend bist, weil du vielleicht der Meinung bist, dass du es hättest besser wissen müssen und es dich ärgert, dass du dich in so eine Lage gebracht hast. In diesem Fall, versuche vielleicht nicht zu streng mit dir zu sein, das ist, nun ja, einfach das Leben. Ausserdem scheint es, als würdest du dich auch einsam fühlen, da du die Feiertage alleine verbringen musst, während seine Frau ihn für sich haben kann. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass du auch sonst sehr viele Abende ohne ihn verbringen musst und dir vermutlich die Nähe einer gesunden und beständigen Partnerschaft fehlt. Schlussendlich kannst nur du wissen, was für dich das richtige ist und was du für dich in deinem Leben brauchst, um glücklich zu sein. Es sollte also keine Rolle spielen "was alle sagen", sondern vielmehr was du dabei denkst und empfindest. Es klingt aber danach, als ob du dir selbst in dieser Hinsicht schon näher kommst und festgestellt hast, dass diese Situation für dich nicht zufriedenstellend geschweige denn erfüllend ist, sondern du dich als "Leidtragende" siehst. Du schreibst auch, dass du dir ganz sicher bist, dass er sich nie für dich entscheiden würde, solltest du ihn vor die Wahl stellen. Aus deinen Worten geht aber hervor, dass du dir wünschen würdest, dass er seine Frau für dich verlässt und du eben nicht weiter die heimliche Geliebte sein möchtest. Wie wäre es also, wenn DU dich einfach für dich und für das was du brauchst entscheidest? Und eventuell bedeutet das dann auch, gegen ihn und für einen anderen Mann. Vielleicht ist da schon jemand, vielleicht kommt er noch. Wichtig ist vor allem, dass du dir selbst treu bleibst und für dich herausfindest, was du möchtest - oder auch nicht.

    Liebe Grüsse
    AD

  • Daniela Jandl
    25.03.2020 21:20Uhr

    Kommentar zu Monika Marti – Aus der Traum?

    Liebe Monika,

    ein sehr aktuelles und hochbrisantes Thema. Vielen Dank für die Möglichkeit, hier kommentieren zu dürfen.

    Ganz zu Anfang möchte ich allen Erkrankten baldige Genesung wünschen.

    Es ist eine spannende Zeit, die uns hier auferlegt wird. Sie, als Nichterkrankte, sinnvoll zu nutzen, ist für mich die grösste Aufgabe.

    Und doch bin ich erstaunt, das ein Virus uns hochintelligenten, weisen und über alles herrschenden Menschen in die Schranken weist. Es zwingt uns, daheim zu bleiben; verbietet uns, unsere Mitmenschen zu umarmen, ja sogar, sie zu treffen. Das ist hart, den wir Menschen brauchen körperlichen Kontakt – die Umarmung eine Freundes, den Handschlag der Nachbarin, das sanfte Schulterstreichen einer Kollegin. All das ist im Moment undenkbar.

    Ich fühle mit jedem Gewerbe, das jetzt um Existenz ringt, mit jedem Arbeitnehmer, der um seinen Job bangt, mich eingeschlossen. Und wie schön ist es, das Nachbarschaftshilfen entstehen. Einkaufsdienste, Lieferdienste, Kinder werden zum Basteln für ältere Menschen motiviert, um ihnen eine Freude zu machen. Auch das sind wir Menschen – wir sind füreinander da.

    Ich arbeite als Dentalassistentin, nebenberuflich motiviere ich Menschen mit Körper, Geist und Seele in Einklang zu kommen.
    Am Anfang der Krise fühlte ich mich absolut gelähmt. Ich erlebte einen persönlichen «Knock down».
    In meiner Tätigkeit als Dentalassistentin bin ich einem sehr hohen Risiko ausgesetzt. Ich habe keine Angst davor, selbst zu erkranken, mein Immunsystem ist gerüstet, aber ich habe Angst davor, als Überträger tätig zu werden. Es herrschte völliges Unverständnis in mir, für die Patienten , die in dieser Zeit eine Dentalhygiene durchführen lassen. Zudem arbeite ich in Deutschland, was mich vor die nächste Herausforderung stellt. Aufgewachsen in der ehemaligen DDR, fühlt es sich wieder eingesperrt an. Eine Tortur für mich, täglich über die geschlossenen Grenzen zu fahren, alle möglichen Papiere vorzuweisen und dann die Angst im Nacken: «Komme ich wieder heim, zu meiner Familie?»
    Nachdem sich die Situation dann so zugespitzt hatte, das uns in der Praxis die Patienten absagten und mein Chef auf Kurzarbeit zugreifen musste, habe ich für mich die Notbremse ziehen müssen. Um meinen Chef zu entlasten und um wieder zu mir selbst zu finden, mich neu zu ordnen, habe ich mir Urlaub genommen. Das war für mich die beste Entscheidung.
    Jetzt, mit etwas Abstand und Ruhe, kann ich auch wieder Verständnis für meine Mitmenschen aufbringen. Jeder geht anders mit der jetzigen Situation um, die einen extrem, andere eher lässig. Wichtig ist, sich selbst zu schützen und seinen eigenen Weg zu finden.
    Noch vor ein paar Wochen fand ich meine Arbeit wenig erfüllend und habe nach Auswegen gesucht. Doch dieser Virus hat es geschafft, das ich mich wieder auf meine Arbeit freue, den es sind die kleinen Dinge im Leben, die uns glücklich machen und die mir jetzt fehlen. Meine lächelnden Kollegen, die dankbaren Patienten – ich hatte all das schon fast vergessen.
    Ich werde die mir selbst auferlegte Zwangspause nutzen, um weiter an mir zu arbeiten, wieder aufmerksamer zu werden, achtsamer.
    Die Ausbildung am FSB ist mir dabei eine riesige Hilfe. Auch die Frauen aus meinem Kurs fehlen mir, doch wir werden alle gemeinsam diese Zeit durchstehen und gestärkt, achtsamer, anders daraus hervorgehen.

    Ich denke, es ist die Zeit, um zur Ruhe zu kommen, sich selbst wahrzunehmen und dem guten in uns wieder mehr Raum zu geben.

    Frühling
    Ein Erwachen
    Die Schnelllebigkeit verlassen
    Ich finde mich neu
    - Achtsamer -

    Ich bin dankbar, das ich meinen Worten Raum geben darf. Vielen Dank, liebe Monika, für den Auftakt.

    Ich wünsche allen von ganzem Herzen Gesundheit und die Zeit das Richtige für sich zu tun, egal was es ist.

    Herzliche Grüsse

    Daniela Jandl

  • Daniela Jandl
    25.03.2020 14:33Uhr

    Kommentar zu Julia Onken – Der sichere Weg, sich zu verpassen

    Liebe Julia,

    auch mich beunruhigt diese Zeit der digitalen Überwachung unseres Körpers sehr.
    Wer kann uns den besser sagen (und tut es auch), wie es uns geht und was wir brauchen, als unser Körper selbst?

    Durch die digitale Überwachung müssen wir unsere Körpersignale nicht mehr wahrnehmen, den der Tracker sagt uns ja schliesslich, wie es uns geht und was wir tun müssen, um unser Wohlbefinden zu verbessern.

    Sehr traurig und sicher nicht gesund.

    Auch ich wurde schon nach den Ergebnissen meines Schrittzählers gefragt und musste etwas beschämt passen. Um mein Versäumnis nachzuholen und endlich der «aktiven» Gesellschaft anzugehören, war dieser Schrittzähler schnell auf meinem Handy installiert. Auf die Ergebnisse war ich sehr gespannt und guter Dinge. Ich war mir sicher, mindestens die doppelte Strecke pro Tag zurückzulegen, als mein Kontrahent. Doch die Ernüchterung kam.
    Laut Schrittzähler habe ich es nicht mal auf 2 Kilometer geschafft, geschweige denn, irgendwelche Etagen erklommen. Ich war fassungslos.

    Doch schliesslich wurde mir bewusst, das dieses Ding ja nur funktionieren kann, wenn ich mein Handy/Tracker oder Sonstiges bei mir trage, was am Tage sehr selten der Fall ist. Meistens liegt es irgendwo und wartet auf Aufmerksamkeit.
    So machte sich doch ein gutes Gefühl in mir breit und ich bin stolz darauf, zu den Menschen zu gehören, die auf ihre Körpersignale achten – ohne digitale Unterstützung.

    Gerade in diesem Moment sitze ich an meinem Schreibtisch, die Sonne scheint und wärmt mich. Ich denke, es ist Zeit für ein bisschen Bewegung an der frischen Luft – ohne Schrittzähler

    Vielen Dank, liebe Julia für diesen Beitrag.

    Besonders berührt hat mich noch dein Abschluss. Ich habe gespürt, wie traurig dich das macht und du diesen Menschen am liebsten geschüttelt hättest um ihn zu sagen «Wach auf!». Aber Du weißt, es ist sinnlos. Er hat noch nicht erkannt, was er verliert.

    Ich wünsche Ihm, das er es noch rechtzeitig merkt, um wieder das wahre Glück zu finden.

    Herzliche Grüsse

    Daniela Jandl

  • Daniela Jandl
    25.03.2020 11:12Uhr

    Kommentar zu Benita Batliner – Was ist meine Berufung

    Liebe Benita,

    du hast einen wunderbaren Text geschrieben, in dem ich mich sofort wieder erkannt habe. Ich konnte direkt mit dir fühlen, den diese Fragen stelle ich mir auch immer wieder allzu oft.

    «Was ist meine Lebensaufgabe?» «Bin ich am richtigen Platz?» «Setze ich meine, mir gegebenen Talente sinnvoll ein?»

    Dein Text beruhigt mich und macht mir klar: «Ja, ich bin richtig!», denn schliesslich haben mich meine Fähigkeiten hierhin gebracht.

    Auch wenn ich meine, manche Dinge passen nicht mehr in meinen Lebensplan, wie zum Beispiel mein Job, finde ich doch auch dort immer wieder Dinge, die mich erfüllen, die mir die Möglichkeit geben, meine Botschaft an die Welt zu senden.

    «Liebe, Verständnis und Respekt anderen und sich selbst gegenüber»

    Du hast toll beschrieben, wie sich die Liebe in dir Bahn bricht und immer wieder diese Mauern, die uns ja auch fordern, niederreisst.

    Aus deinem Text ziehe ich für mich folgendes Fazit:

    «Egal was ich gerade tue, egal wo ich gerade bin; bleibe ich mir treu – bin ich richtig!»

    Vielen Dank dafür!

    Herzliche Grüsse

    Daniela Jandl

  • AD
    24.03.2020 18:13Uhr

    Mein Kommentar zu "Was ist meine Berufung?" von Benita Batliner / 03.03.20

    Liebe Benita

    Vielen Dank für deine schönen Gedanken. Ich habe mich von deinen Zeilen sehr angesprochen gefühlt, da auch ich, wie etliche andere auch, mir immer wieder diese Frage gestellt habe. Was ist der Sinn des Lebens? Oder vielmehr, wo liegt mein Sinn des Lebens? Es scheint ja so, als ob dies die Frage aller Fragen ist, jeder danach sucht und wenn man zu denen gehört, die diese Frage nicht so klar beantworten können, einem etwas fehlt oder man gar unvollkommen ist. Für viele ist es der Job oder ein Hobby, andere sehen ihn in ihrem Partner oder ihren Kindern. Ich finde, den Sinn in der allgemeinen und allgegenwärtigen Liebe zu suchen, respektive zu finden, einen sehr schönen Ansatz. Ungebunden an eine Person, eine Sache oder ein Hobby, sondern einfach pur als solche. Das fühlt sich sehr einfach und richtig an für mich. Scheint es doch eine Frage zu sein, mit der wir uns befassen, weil wir sonst keine existentiellen Probleme haben. Ein Luxus-Gedanke sozusagen, welchen wir uns machen, weil der Mensch Probleme - oder eben einen Sinn - zu brauchen scheint, so kommt es mir zumindest vor. Ich bezweifle, dass zum Beispiel die junge Frau in Afrika, die nicht genügend Nahrung für ihr Kind oder ein Dach über dem Kopf hat, sich Gedanken über den Sinn des Lebens macht und darüber fast in Depressionen verfällt. Solche Menschen leben von einem Tag zum anderen und das einzige was sie umtreibt ist, wie sie genug zu essen finden. Ich drücke das bewusst etwas bissig aus, weil viele von uns, die das Glück hatten in der westlichen Welt das Licht zu erblicken, so verwöhnt sind und auf unfassbar hohem Niveau jammern - ich fasse mir dabei gerade an die eigene Nase. Also ja, warum nicht einfach den Sinn des Lebens darin sehen, dass man liebt. Ich liebe, also bin ich.

  • B. Held
    24.03.2020 15:02Uhr

    Eintrag Kummerkasten
    Betreff: Meine Schwiegermutter mischt sich überall ein. Von Lydia

    Liebe Lydia

    Du hast nicht nur das Problem, dass sich Deine Schwiegermutter überall einmischt und Du ihr nichts recht machen kannst, sondern noch mehr leidest Du darunter, dass Dein Mann keine Partei für Dich ergreift, schlimmer noch, er heisst das Verhalten seiner Mutter Dir gegenüber gar noch für gut.

    Wie Du schreibst, mag Dich Deine Schwiegermutter nicht. Fraglich ist, ob es überhaupt irgendeine Schwiegertochter gäbe, welche den Ansprüchen Deiner Schwiegermutter genügen würde.
    Es ist also bestimmt der falsche Ansatz, irgendetwas ändern zu versuchen, um es Deiner Schwiegermutter recht zu machen. Kannst Du nicht. Musst Du auch nicht.
    Viel wichtiger ist, dass Du das Gespräch mit Deinem Mann suchst.
    Sag ihm, wie belastend die Situation für Dich ist, dass Du Dich von ihm alleine gelassen fühlst.
    Die Lösung findest Du nur im Gespräch mit ihm. Wenn er sich weiter gegen Dich stellt, kannst Du Dich nur anfangen abzugrenzen um nicht unter zu gehen und dass würde nicht nur Distanz zu Deiner Schwiegermutter, sondern auch zu Deinem Mann schaffen.

    Ich wünsche Dir viel Stärke für ein umfassendes Gespräch und grüsse Dich herzlich.

    B. Held, psychologische Beraterin in Ausbildung im 1. Jahr

  • BL - in Ausbildung, dipl. psych. Beraterin
    13.03.2020 09:53Uhr

    12/03/2020 - mein Kommentar zu:

    Stillstand gilt nicht. 'Alles fliesst' - Mathias Jung, 27.12.2019


    Ich habe mich für diese Geschichte/Beitrag entschieden, da es mich an meine eigene Lebensgeschichte erinnert.
    Ich weiss wie es sich anfühlt, wenn man als Kind einen viel zu schweren Rucksack angezogen kriegt und der Inhalt dessen, aber auch gar nichts mit Dir zu tun hat. So einen erdrückenden Rucksack habe ich über lange Zeit getragen, bis ich zusammengebrochen bin und krank wurde. Dass ich diese Last nicht mehr tragen konnte, stiess in meiner Familie auf Unverständnis und meine Schuldgefühle begannen zu wuchern wie ein bösartiges Geschwür.

    Was darauf folgte waren viele Irrwege, Fehlentscheidungen, Therapien über viele Jahre und immer wieder habe ich mich hochgerappelt und weiter ging es.

    Dazwischen gab es Zeiten da häutete ich mich wie eine Schlange und hinterher fühlte es sich wieder an wie Frühling. Doch dies war meistens ein kurzes Glücksgefühl, denn all die Narben und Altlasten wucherten schnell wieder um meine jungfräulich erscheinende Haut, verstopften meine Poren wieder und ich drohte zu ersticken.

    Heute muss ich mich nicht mehr häuten und fühle mich wohl in meiner Haut. Auch wenn ich bis zum heutigen Zeitpunkt mit meinen Eltern/Familie nie darüber sprechen konnte, ich habe ihnen ihr Rucksack definitiv zurückgegeben. Ich habe erkannt, ich bin nicht meine Mutter und ich bin nicht mein Vater und endlich konnte sich meine Seele aus meinem selbst konstruierten Käfig befreien. Meiner Seele zum Fliegen verholfen, hat schlussendlich die absolut, bedingungslose Liebe von meinem Lebenspartner, mit dem ich nun seit 10 Jahren zusammenlebe.

    Ein halbes Jahrhundert bin ich umhergeirrt, habe gesucht, habe gewütet, habe mich selbst beinahe zugrunde gerichtet und die Medizin, welche mich schlussendlich heilen liess, heisst 'bedingungslose Liebe'.

  • 08.02.2020 17:22Uhr

    Kommentar zum Buch „Seelenwunden“ von Mathias Jung

    Beim Lesen des Märchens „Hans mein Igel“ sind bei mir alte Erlebnissen aufgetaucht, die zwar schmerzlich waren, nun aber auch dank der Einsicht in die Erzählung in einem neuen Licht erscheinen. Die Erzählung hat mir letztlich geholfen meine Geschichte besser verstehen und mich mit ihr versöhnen zu können.

    Hans mein Igel sucht seinen Vater auf. Er will ihm nicht imponieren oder betteln. Er ist nun gelassen. Warum? Er hat die grösste Liebesgeschichte seines Lebens erfolgreich absolviert: Die liebe zu sich selbst. Dieser Gedanke gefällt mir sehr.

    Die unselige Kette der Verletzung durchbrechen und sich befreien können heisst, sich erinnern – nach innen schauen, darüber trauern – es beweinen, es bewüten – nicht Opfer bleiben, begreifen warum es so ist, wie es ist und schliesslich beenden.

    Versöhnung ist eine anstrengende Sache, die sich aber unbedingt lohnt!

    Danke für diese Geschichte.

    Anica Druzovic

  • Paula M.
    01.01.2020 09:34Uhr

    Betrifft: philosophische Reflexionen
    Ich bin 81 Jahre alt und denke oft über den Tod nach. Ich gehöre nicht zu denen, die behaupten, dass mit dem Tod alles vorbei ist, aber ich distanziere mich auch von dogmatischen Behauptungen, über das Weiterleben. Ich möchte einfach wertfrei darüber nachdenken. Deshalb gefällt mir die Art von Dr. Ruschmann sehr. Hat er noch mehr dazu geschrieben?

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