Julia Onken – Online-Magazin

Mitdenken – Mitdiskutieren – Den eigenen Standpunkt erforschen

Julia Onken - Redaktorin Online-Magazin
Julia Onken - Redaktorin Online-Magazin

Editorial

«Wenn ein Seemann nicht weiss, welches Ufer er ansteuern will, ist kein Wind der richtige.» Seneca

Nach dem Lockdown heisst es, sich wieder im Alltag zurück zu melden und eventuell Korrekturen, die eigentlich schön längst fällig gewesen wären, anzubringen. Viele wünschen sich so etwas wie einen Neuanfang, oder endlich ein Projekt auf die Beine zu stellen, das einem schon lange im Kopf herum geistert.

Kürzlich sagte mir eine Bekannte mit ziemlich leidendem Gemütsausdruck, sie möchte eben auch einmal ein Buch schreiben. Ich dachte, so blöd ist ja dieser Wunsch gar nicht und fragte nach, über was sie denn schreiben möchte. Da stockte sie, dachte lange nach und teilte mir dann mit, das sei eben das Problem, dass sie gar nicht wüsste, worüber sie schreiben könnte.

Oft weht der Wind aus verschiedenen Seiten, nicht selten gleichzeitig aus gegenteiliger Richtung.

Und dann wundern wir uns darüber und beklagen uns bei der besten Freundin, dass alles bockstill steht und wir nicht in der Lage sind, die Energie, die alles bewegt, für uns zu nutzen.

Im Dialog: Julia Onken mit Mathias Jung

Mathias Jung / Julia Onken

Zwei, die es wissen müssen. Mit ihrem Buch Liebes-Pingpong sprechen sie über all das, worüber andere schweigen.

Und schon geht's weiter im Schlagabtausch:

Vorherige Dialoge

Einsichten

Maya Onken

Maya Onken

Julia Onken - Blick in mein persönliches Leben

Julia Onken

Was ich noch sagen wollte

Mathias Jung

Mathias Jung

Interviews mit Menschen die etwas zu sagen haben

Andreas Thiel: Der Satiriker erzählt Julia Onken, wie er rebelliert hat 

Roger Schawinski im Gespräch mit Julia Onken > Anschauen

(Zum Anschauen des Videos = Klick auf das Bild )

Klartext

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22 Einträge

  • Brigitte Held
    05.06.2020 23:20Uhr

    Mein Kommentar zu „Das Leben ist spannend“ von Gaby Kratzer

    Liebe Gaby

    Dein Beitrag war für mich sehr spannend zu lesen.

    Auch ich musste erst 100-mal auf den Mund fallen um zu lernen was ich in meinem Leben möchte und noch viel mehr, was ich nicht möchte und vor allem auch wen ich nicht möchte! Ich habe diesen Fall jeweils förmlich gesucht und herausgefordert. Irgendwann einmal bin ich aber beinahe zu tief gefallen und nur noch herausgekommen weil ich viele gute Menschen um mich herum hatte. Das war der Wendepunkt in meinem schönen aber verrückten Leben. Von da an habe ich mich von allem und allen distanziert von dem oder denen ich wusste, dass sie mir nicht gut tun würden und es war unfassbar wie haargenau mich mein Bauchgefühl auf die richtige Schiene führte, nur weil ich es zuliess und darauf hören wollte!
    Heute bin ich wahnsinnig dankbar für all diese Fälle, denn ohne sie würde ich heute nicht das was mich jeden Tag so glücklich macht, denn ich hätte es nicht zu schätzen gewusst.

    Ich sehe es genauso wie du es schreibst Gaby. Der Sturz dient nur dazu es noch einmal zu versuchen und ich bestärke meine Kinder jeden Tag in dem ich ihnen sage, dass Sie es schaffen werden. Das sie fast alles schaffen wenn sie es nur wirklich wollen. Vielleicht nicht in diesem Moment oder nicht Morgen, aber irgendwann werden sie es schaffen.
    Und wenn sie es mal nicht schaffen sollten, dann ist es nicht das Ende, sondern nur der Anfang einer neuen Herausforderung.

    Vielen Dank für deine offenen Gedanken liebe Gaby!

    Herzliche Grüsse Brigitte Held, psychologische Beraterin in Ausbildung im 1. Jahr

  • Brigitte Held
    05.06.2020 22:10Uhr

    Mein Kommentar zu „wir haben die Wahl. Jetzt.“ Von Benita Batliner

    Liebe Benita

    Seit deinem Eintrag sind nun einige Wochen, gar Monate vergangen und in der Zwischenzeit hat sich auf unserem Planeten einiges geändert. Gutes wie auch Schlechtes.

    Ich kann deine Gedanken für das Gute sehr gerne teilen.
    Auch ich habe eine Entwicklung durchlebt, die sich wahnsinnig beruhigend anfühlte. Zwangs-Entschleunigung. So nannten wir es, mein Mann und ich. Einer schlimmer als der andere. Wir kannten kein Morgen, irgendwie passte auch das undenkbar Möglichste noch in unseren 24Sdt.-Tag.
    Und da kam er, der Tag X und plötzlich war alles anders. Wir haben die Zeit von der ersten Sekunde an gelebt und es fühlte sich wahnsinnig bereichernd und wunderschön an. So ein bisschen, nur wir ohne den Rest der Welt.
    Das Wertvolle ist noch wertvoller geworden und das Unschöne gar unbrauchbar.
    Den Ballast abwerfen, genau das hast du so gut geschrieben. Die Zeit unseres Lebens ist zu kurz um sie „Unwichtigem“ zu widmen und wir sind zu unwichtig um um uns zu schlagen als gäbe es kein Morgen. Was wir nicht vergessen dürfen ist, dass wir die Natur brauchen um zu leben, umgekehrt sind wir nur Störefreaks die uns viel zu Wichtig nehmen.

    …und dann der Gedanke an das „Schlechte“ an die vielen traurigen Schicksale.
    Das ist die Kehrseite der Medaille und ich möchte es nicht unausgesprochen lassen, denn dahinter steckt sehr viel Leid und grosse Verzweiflung.

    Bernadette hat das sehr schön geschrieben: „Wenn es kein Corona gäbe, es wäre wunderebar“.

    Vielen Dank für deine offenen Gedanken liebe Benita!

    Herzliche Grüsse Brigitte Held, psychologische Beraterin in Ausbildung im 1. Jahr

  • Bernadette Landolt
    23.05.2020 17:32Uhr

    Benita Batliner - Wir haben jetzt die Wahl....jetzt vom 25.03.2020

    Liebe Benita
    Ja, tausendmal alles ignoriert und jetzt ist es passiert. Ich erinnere mich dabei an das Lied 'tausendmal berührt und tausendmal ist nichts passiert', Corona kam anscheinend über Nacht und es hat 'Bumm' gemacht.

    Soeben habe ich etwas von einem reichen Politiker in der Schweiz gelesen. Er kritisiert den Bundesrat und fordert, dass Mitte April vieles wieder raufgefahren oder andere Strategien ausgearbeitet werden. Dass die momentane Situation für unsere Wirtschaft ein Desaster ist, verstehen die meisten und dazu muss man kein höheres Studium absolviert haben. Da habe ich einen Kommentar gelesen: die Gesundheit ist momentan wichtiger als die Dividenden Ihrer Familie. Ich war beim Frühstück und habe mich beinahe verschluckt. Wie unverständlich für mich und wieder einmal wie immer....leider. Nun sorgen sich die grossen Player, dass sie evtl. ein paar Millionen weniger haben und Unsereins schnallt sich den Gurt ein weniger enger und geht auch. Ich sage doch schon lange, ein moderner Robin Hood muss auf den Teppich oder so einer wie Ulrich Zwingli, damit die Sonne auch dort wieder einmal scheint, wo nur noch Dunkelheit und Schatten ist. Nun läuft natürlich weltweit die Forschung nach einem Impfstoff für den Corona Virus und vielleicht wäre auch die Lösung einen Impfstoff zu finden für jene die der Meinung sind, dass man Geld essen kann. Das war nun vielleicht ein wenig böse und ja Geld brauchts und ohne geht gar nichts, aber es würde und könnte für alle auf unserem Planeten reichen.
    Trotz alldem, erlebe ich persönlich momentan eine tiefe Dankbarkeit und grosse Glücksgefühle. Es ist auch nicht schlimm, dass ich keinen Kinobesuch machen kann, dass ich an keinen Events teilhaben darf, nein absolut nicht. Mein grosses Zirkuszelt ist momentan die wunderbare Natur. Wenn ich mich jeweils im Freien aufhalte, überfordert es fast meine Sinne. Die Farbenvielfalt, der betörende Duft der Pflanzen, dass mir beinahe schwindlig wird, lässt mich für einen Augenblick all die Sorgen dieser Welt vergessen. Ich wage es kaum zu sagen, doch diese Ruhe tut mir gut, ist irgendwie Balsam für mein Dasein. Wenn es kein Corona gäbe, es wäre wunderbar!

    Bernadette Landolt
    Ausbildung psych. Beraterin / 10.04.2020

  • Nathalia Gertsch
    25.04.2020 19:27Uhr

    Wir haben die Wahl. Jetzt.

    Ich hege die gleichen Hoffnungen wie Benita. Der Menschheit würde ein zurück spüren zur inneren Mitte und auch zu unser aller Mutter Natur mit all ihren Geschöpfen und Kreationen gut tun. Wir wissen es ja, in der Ruhe liegt die Kraft.
    Jedoch befürchte ich, dass wir uns schleichend wieder in die alten Muster hinein zwängen lassen. Früher, also vor Corona, konnten wir ja auch länger Arbeiten, besser Performen, mehr Geld verdienen. Nun hatten wir ja genug Zeit zur Muse, zum runterfahren und Mittigwerden. Somit sollten wir ja viel mehr leisten können. Und wenn wir nicht wollen, weil wir uns ja anscheinend leicht zu einem Blumenkind verwandelt haben, werden sie schon jemanden finden, der diesen Job wirklich braucht. Und der für die Firma bis zu seinem persönlichen Limit geht. Und darüber hinaus. Denn das sind und bleiben die geforderten Kriterien für eine erfolgreiche Karriere: Selbstaufopferung für eine meist gesichtslose Firma. Unermüdliche Arbeit um viel Geld zu verdienen.
    Da frag ich mich, warum sogenannte Aussteiger vielfach glücklicher erscheinen als super erfolgreiche Geschäftsmenschen.
    Wie wäre es mit einer neuen Strategie für die Menschen? Nur ein kleiner Aufwand mit einer grossen Wirkung: Wir kümmern uns gut um uns selbst, sind wohlwollend und achtsam mit unseren Mitmenschen und unserer Umwelt. Vielleicht hätten wir aus diese Pandemie dann doch etwas gutes für unser Herz rausnehmen können. Und die ganze Menschheit könnte davor profitieren.

    Nathalia, 1. Semester psychologische Beraterin

  • Anica Druzovic
    23.04.2020 19:01Uhr

    Liebe Silvia

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dich deine Situation zur Verzweiflung bringt.
    Du fühlst dich von deinem Bruder nicht ernst genommen. Von deiner Mutter kontrolliert und das alles, obwohl du schon lange eine erwachsene Frau bist.
    Das du gezwungen bist unter einen Dach mit deine Mutter zu leben und sie das Haus ohne deine Hilfe nicht halten kann - hat euch in eine gegenseitige Abhängigkeit gebracht.
    Dein Psychiater, hat dir vorgeschlagen „ unbedingt ausziehen“. Überlege dir, was dir Sorgen bei diesem Gedanken macht und besprich dies mit deinem Psychiater. Und überlege dir ausserdem, ob du eine Fachstelle für finanzielle Angelegenheit aufsuchen willst, um dich dort beraten zu lassen.

    Grüsse dich herzlich
    A. / 1. Semester

  • Nicole Schwager
    20.04.2020 14:40Uhr

    Hilfe - mein Mann hat mich verlassen
    ariane H., 28.05.2017

    Hallo Liebe Ariane,
    Es tut mir sehr leid das du in einem falschen Film gelandet bist. Es ist nicht sehr angenehm, wenn eine Ehe beendet wird auch nach 20 Jahren nicht.
    Ich verstehe auch das du wütend und enttäuscht bist. In all diesen Jahren hast du alles in eurem zuhause gemacht. Auch hast du 3 wunderbare Kinder grossgezogen, die nun auch Ihr eigenes Leben.
    Umso wichtiger ist es nun an Dich selbst zu denken, dich zu fragen was Du in deinem Leben machen möchtest. Und für dich selbst da zu sein. Wenn du ein Mensch bist, der gerne raus in die Natur geht, dann gehe Spazieren und bevor du gehst stell dir die Frage: « Wer bin ich? « Was will Ich? « Wie werde ich es erreichen!
    Die Antworten liegen in uns selbst auch du wirst diese finden.
    Wenn du zu dir selbst findest dann wird der Kummer und die Wut schwinden.
    Alles Liebe und viel Kraft
    Nicole

  • Larissa Rossi
    20.04.2020 13:03Uhr


    „ICH KANN NICHT MEHR SCHLAFEN“

    Larissa Rossi
    20.04.2020


    Liebe Sibille

    Das kenne ich nur zu gut: die Kinder werden flügge!
    Ich kann Deine Sorgen und Ängste wirklich in allen Deinen Gedanken nachvollziehen. Du hast schlaflose Nächte und fragst Dich nun, ob Du eine gute Mutter warst, respektive gute Eltern. Was Dich beschäftigt ist Deine Sorge und natürlich höre ich Deinen Kummer heraus, es könnte etwas passieren!
    Wir wollen festhalten; loslassen ist eine echte Herausforderung. Soeben noch so klein und nun in die weite Welt! Deine Kränkung ist Deine Realität, wie verständlich. Denn alles was Deine Tochter möchte, könnte sie ja auch hier, bei Dir und in Deiner Nähe!
    Deiner Liebe kann sie versichert sein, das braucht Deine Tochter hier, wie auch in der Fremde. Du bist ihr der sichere Hafen, zu dem sie immer zurückkehren kann. Da Deine Verunsicherung so viel Fragen aufwirft ist es sicher ganz richtig, in einem schönen Familienmoment ihre Motivation zu hinterfragen. Wie wichtig ihr Australien ist, so weit weg von Euch. Wenn Du sie bitten möchtest dazubleiben ist die Gefahr gross, dass sie es falsch versteht und vielleicht denkt, Du willst klammern oder Du gönnst ihr das nicht.
    Aber mit aller Liebe und allem Verständnis für ihren Freiheitsdrang, auch einmal ohne Eltern in der Nähe auf eigenen Füssen zu stehen und die ersten Abendteuer erleben zu dürfen, wird sie Dich sicher wahrnehmen, Dich - Deine Ängste und Befürchtungen. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich für beide Seiten alles zum Guten wendet, sobald ihr offen darüber gesprochen habt.
    Die liebevolle Dankbarkeit Deiner Tochter, solltest Du ihr diesen Wunsch erfüllen, ist Dir sicher gewiss, sie wird das Vertrauen das Du in sie investierst, zu schätzen wissen.
    Es hat mich über den ersten Trennungsschmerz bei meinem Sohn hinweggetröstet und der Glanz in seinen Augen bei den Erzählungen über seine schönen und aufregenden Erlebnisse haben mich für die anfänglichen Bauchschmerzen restlos entschädigt.
    Er kam ein ganzes Stück erwachsener zurück.

    Ich hoffe, ich konnte Dir Mut machen und Kraft mitgeben.
    Alles Liebe- für jede Deiner Entscheidungen.

    Lisa

  • Nicole Schwager
    20.04.2020 08:36Uhr

    Originaltext
    Theodora Kostyal: Hellblaue Omaslips in 5-er Packung 30.01.2020

    Reisen

    Nicole Schwager: (03.03.2020)

    Ach, wie wunderbar das nennt man Reisen, oder? Mit dem Auto nach Frankreich, Südfrankreich dass ich etliche Male besucht habe. Das erste mal aber als kleines Mädchen, allein mit meiner Mutter.
    Das Auto damals ein roter Honda Jazz war eher ein klappriger Traktor, von bequem sein keine Spur. Von der Schweiz aus über 1000 Kilometer an die Küste Frankreichs tuckern. So laut war der Motor das der Radio nicht zu hören war. Es hatte etwas für sich, so musste Ich mich nicht mit meiner Mutter unterhalten, für das war ich sehr dankbar.
    Da meine Mutter auch eher chaotisch veranlagt war, und ich eher als Perfektionist oder sagen wir Ich musste es ja übernehmen was sie veranstaltete. Errichteten wir endlich die Küste, der erste halt am Meer.
    Wow, meine Nasenflügel öffneten sich soweit, dass der feuchte salzige Geruch tief in mich hineinströmen konnte. War so herrlich, so atemberaubend, unvergesslich! Ich als Kind in einem Bergland geboren war dieses Erlebnis ausgeliefert.
    Nun denn die Sonne verabschiedete sich mit allen Farben, Feuerrote Wolken zeigten das die Sonne weg war. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir einen kleinen Campingplatz. Ich hatte bis dato noch nie ein Zelt aufgestellt, wird schon schief gehen. «Dachte Ich». Ich fing an die Plane aus zu legen und die einzelnen Stangen zusammen zu fügen. Da meine Mutter mich immer und immer wieder darauf hinwies das es andersrum sein müsste, ermunterte ich sie es doch selbst zu tun!
    Da Sie, für mich sichtbar, auch noch nie eines aufgestellt hatte wurde auch nicht wirklich was daraus. Es stand zwar, aber wie lang? Ich entschloss mich Ihr das Zelt zu überlassen. Ich schnappte meinen Schlafsack und legte mich neben den kleinen rote Honda Jazz. Der Geruch nach Salz, Pinien und ein total überhitzter Motor lag in der Luft. Diese Nacht «Hammer» die Sterne schimmerten am Himmel sie schienen zu Tanzen und flackerten mir ins Gesicht.
    Der nächste Morgen kam schnell und wir fuhren weiter, also so viel weiter war es nicht! Kurz nach los Fahren machte der kleine rote Honda Jazz Geräusche. Diese klingten nicht sehr verheissungsvoll im Gegenteil. Als dann der kleine Rote noch zu ruckeln anfing pflegte meine Mutter eine kleine Panik. Mit letzten lauten Geräuschen fuhr sie auf den Hof einer Garage. Dann war still der kleine rote Honda Jazz gab keinen Ton mehr von sich. Nie mehr!
    Unser Französisch beschränkte sich auf einen ganz, ganz kleinen Wortschatz. Wobei wir hier eh nichts mehr hätten verstehen müssen den der Mechaniker gestikulierte mit den Händen so das, wir verstanden das nix mehr zu machen sei.
    Aus diesem Auto Trip wurde dann eine Reise mit dem Zuge zurück in die Schweiz.
    Das Schöne am Reisen ist, dass das ganze Leben eine Reise ist und wir immer etwas mitnehmen und dazu lernen.

  • Nicole Schwager
    20.04.2020 08:25Uhr

    Brigitte Bartholet: «Du hast echt eine Meise» (27.12.2019)
    (Text Kommentiert von N.S 20.01.2020)

    Eine wunderschöne Geschichte des Alltages, die kleinen Dinge die das Leben bereichern.
    Auch Ich schaue diesen kleinen und grossen gefrässigen Vögeln täglich zu und auch Ich wische die Unordnung wieder weg. Einen Rat zur Säuberung braucht es nicht denn das Geschenk, das man bekommt beim Beobachten ist dies allemal wert.
    Bei meinem Häuschen beobachte ich das, der rotbauchige gefiederte Kollege die Samen, die am Boden liegen einsammelt und geniesst. Eine wunderbare Rangordnung ist auszumachen. Die Spatzen, die meist in grösserer schar daher fliegen mischen die kleinen Blaumeisen auf, die allein oder zu zweit sich denn Magen füllen möchten. Die Meisen fliegen dann zum nächsten Ast und warten geduldig ab.
    Aber auch hier kommt dann meist ein grösserer Vogel, ein Amsel Paar diese mischen dann wiederum die Spatzen auf, die dann mit grossem Geschrei in die nächste Nachbarschaft fliegen.
    Doch dann kommt der so genannte Dieb zum Häuschen. Gross majestätisch mit seinem weiss, schwarzem Kleid das wunderschön grün bläulich in der Sonne schimmert. Dieser bedient sich dann so lange bis alle Körner weg sind, oder Ich mit meiner Katze beim Häuschen nach dem Rechten sehe.
    Ich als grösste und mächtige die das Häuschen besucht bin verantwortlich dafür, dass der Dreck weggeräumt wird und wieder frisches Futter zur Verfügung steht.

  • Nicole Schwaget
    20.04.2020 08:11Uhr

    Kummerkasten,
    Meine Schwiegermutter mischt sich überall ein!
    Lydia, 28.02.2019

    Liebe Lydia
    Ich verstehe, dass Sie Ihre Schwiegermutter mögen, sie sie aber immer kritisiert und Ihnen sagt wie sie sich zu verhalten haben. Und sich in Ihre kleine Familie einmischt.
    Was sie am meisten beunruhigt ist das Ihr Mann das Verhalten ihrer Schwiegermutter akzeptiert. Es wäre aber wichtig, dass sie dennoch das Gespräch mit Ihrem Mann suchen, da ihre Situation für sie nicht in Ordnung ist.
    Wenn das für sie aber eine grosse Herausforderung ist, könnten sie mit Ihrem Mann in eine Beratung gehen. Mit einer Beratung ist eine neutrale Person anwesend und es kann so nach einer Lösung gesucht werden.
    Ich hoffe Ich konnte Ihnen ein wenig helfen
    Mit freundlichen Grüssen
    N.S

  • Daniela Jandl
    18.04.2020 08:36Uhr

    Kommentar - Kummerkasten
    Ich habe die Nase voll - auch ich bin eine heimlich Geliebte!
    Lea - die heimlich Geliebte, 11.01.2019

    Liebe Lea,
    Du wünschst Dir eine Entscheidung, um Deine Einsamkeit zu beenden und erwartest von dem Mann, dass er zu Dir steht.
    Ich spüre beim Lesen eine Wut deinerseits auf die Ehefrau und Deinen starken Wunsch, an Ihrer Stelle zu sein.
    Deine Sehnsucht nach Geborgenheit und Deine Enttäuschung kann ich sehr gut verstehen.
    Du machst auf mich einen sehr gefühlvollen und rücksichtsvollen Eindruck, indem Du keine Entscheidung erzwingen willst und dem Mann keinen Druck machst.
    Achtest Du auch gut auf dich?
    Sei gut zu Dir selbst und nimm Dir die Zeit und die Ruhe, um tief in Dich hineinzuspüren. Dort wirst Du Deine Antworten finden.
    Ich wünsche Dir von Herzen viel Kraft dafür.
    Herzlichst, Daniela Jandl

  • Larissa Rossi
    16.04.2020 14:21Uhr

    „Er lässt mich im Ungewissen“

    Larissa Rossi
    10.04.2020

    Liebe Magdalena

    Deine Verunsicherung ist vollkommen verständlich.
    Es macht Deine Zweifel greifbar, wenn Du schilderst, wie positiv Euer Kennenlernen war. Und doch ist Deine gefühlte Einsamkeit in der Zweisamkeit, was Dich zu Recht beschäftigt.

    Deine Seele und Dein Herz führen Dich in Deine Vergangenheit, wenn Du Dich nicht gehört fühlst. Alles was Du wahrnimmst, hörst Du als Antwort tief in Dir, Du willst nicht wieder die gleichen Fehler machen und das ist genau richtig!
    Du magst spontane Entscheidungen aber stellst nun fest, dass es Euch beide bei Eurem Treffen dann doch ein wenig überrascht hat.
    Nun möchte er Dir täglich, wenn auch nur in einem Telefonat, nahe sein-für Dich darf es ruhig näher rücken, denn Dir ist das wichtig.

    Ich spüre auch Deine Freude an einem wiederentdeckten Gefühl, einer Neugierde auf Neues und verlorengegangenes Vertrautes: wie schön!
    Das möchte man festhalten, wie verständlich. Dein Bedürfnis nach Sicherheit lässt überlegen, ob er das auch so möchte. Das Du Dir und ihm die Zeit gibst, ein solch bejahendes Gefühl zu pflegen und wachsen zu lassen, ist sicher eine gute Idee - auch auf Distanz und manchmal nur am Telefon.
    Ich höre die Bereitschaft heraus, bei allem Zweifel den Du hast, ihm diesen Freiraum auch geben zu wollen. Es zeigt die Bedachtsamkeit auf, mit der Du mit Euch als noch junges Paar umgehst. Das finde ich bemerkenswert, zeigt es doch die Bedeutsamkeit seiner Person für Dich. Ich wünsche Dir für Dich und Eure Liebe alle Chancen dieser Welt.

    Du weißt, auf was es ankommt um Dein Herz zu erobern und wirst auch dieses Mal den richtigen Weg wählen.

    Mit lieben Grüssen

    Lisa

  • Larissa Rossi
    16.04.2020 04:21Uhr

    „Meine Schwiegermutter mischt sich ein“
    10.04.2020

    Liebe Lydia

    Erst einmal herzlichen Dank für Dein Vertrauen, solch ein privates Thema mit mir zu teilen.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen wie schwierig das für Dich ist, überhaupt mit jemanden darüber zu reden.
    Du berichtest über den Kummer, den Dir Deine Schwiegermutter mit Ihrem Verhalten macht. Am stärksten belastet Dich, das Dein Mann Deiner Schwiegermutter scheinbar nichts entgegenzusetzen hat, weil er Deine Not nicht sieht.
    Dich beschäftigt die scheinbare Unzufriedenheit Deiner Schwiegermutter über Dich und ihre Einmischung in all Eure privaten Belange, da Du sie eigentlich respektierst und magst, auch mit ihrer „speziellen“ Art. Es verletzt Dich, gerade weil Du ihr so positiv gegenüberstehst!
    Es wäre sicher eine gute Gelegenheit, ihr Deine Gefühle in einem ruhigen Moment zu offenbaren, vor allem wenn Dein Mann bei diesem Gespräch dabei ist. Dein tiefe Verunsicherung hinterlässt Spuren, aber Du liebst Deinen Mann und möchtest für Euch alle eine zufriedene Lösung!
    Dass er sich klar zu Dir als seine Frau bekennen sollte, ist Dein tiefster Wunsch und so willst Du wahr- und ernstgenommen werden. Es ist richtig und wichtig klar und deutlich auch Deine Grenzen aufzuzeigen.
    Ich drücke Dir die Daumen und hoffe, ich konnte Dich in Deinem Anliegen bestätigen und Dir Mut machen!

    Herzliche Grüsse
    Lisa

  • AD
    26.03.2020 19:50Uhr

    Mein Kommentar zu "Ich habe die Nase voll - auch ich bin eine heimliche Geliebte" von Lea

    Liebe Lea

    Ich lese bei dir sehr viel Wut und Frust heraus - was auch sehr verständlich ist, da es sicher eine schwierige Situation ist, die heimliche Geliebte eines verheirateten Mannes zu sein. Es klingt auch so, als ob du auch auf dich selbst wütend bist, weil du vielleicht der Meinung bist, dass du es hättest besser wissen müssen und es dich ärgert, dass du dich in so eine Lage gebracht hast. In diesem Fall, versuche vielleicht nicht zu streng mit dir zu sein, das ist, nun ja, einfach das Leben. Ausserdem scheint es, als würdest du dich auch einsam fühlen, da du die Feiertage alleine verbringen musst, während seine Frau ihn für sich haben kann. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass du auch sonst sehr viele Abende ohne ihn verbringen musst und dir vermutlich die Nähe einer gesunden und beständigen Partnerschaft fehlt. Schlussendlich kannst nur du wissen, was für dich das richtige ist und was du für dich in deinem Leben brauchst, um glücklich zu sein. Es sollte also keine Rolle spielen "was alle sagen", sondern vielmehr was du dabei denkst und empfindest. Es klingt aber danach, als ob du dir selbst in dieser Hinsicht schon näher kommst und festgestellt hast, dass diese Situation für dich nicht zufriedenstellend geschweige denn erfüllend ist, sondern du dich als "Leidtragende" siehst. Du schreibst auch, dass du dir ganz sicher bist, dass er sich nie für dich entscheiden würde, solltest du ihn vor die Wahl stellen. Aus deinen Worten geht aber hervor, dass du dir wünschen würdest, dass er seine Frau für dich verlässt und du eben nicht weiter die heimliche Geliebte sein möchtest. Wie wäre es also, wenn DU dich einfach für dich und für das was du brauchst entscheidest? Und eventuell bedeutet das dann auch, gegen ihn und für einen anderen Mann. Vielleicht ist da schon jemand, vielleicht kommt er noch. Wichtig ist vor allem, dass du dir selbst treu bleibst und für dich herausfindest, was du möchtest - oder auch nicht.

    Liebe Grüsse
    AD

  • Daniela Jandl
    25.03.2020 21:20Uhr

    Kommentar zu Monika Marti – Aus der Traum?

    Liebe Monika,

    ein sehr aktuelles und hochbrisantes Thema. Vielen Dank für die Möglichkeit, hier kommentieren zu dürfen.

    Ganz zu Anfang möchte ich allen Erkrankten baldige Genesung wünschen.

    Es ist eine spannende Zeit, die uns hier auferlegt wird. Sie, als Nichterkrankte, sinnvoll zu nutzen, ist für mich die grösste Aufgabe.

    Und doch bin ich erstaunt, das ein Virus uns hochintelligenten, weisen und über alles herrschenden Menschen in die Schranken weist. Es zwingt uns, daheim zu bleiben; verbietet uns, unsere Mitmenschen zu umarmen, ja sogar, sie zu treffen. Das ist hart, den wir Menschen brauchen körperlichen Kontakt – die Umarmung eine Freundes, den Handschlag der Nachbarin, das sanfte Schulterstreichen einer Kollegin. All das ist im Moment undenkbar.

    Ich fühle mit jedem Gewerbe, das jetzt um Existenz ringt, mit jedem Arbeitnehmer, der um seinen Job bangt, mich eingeschlossen. Und wie schön ist es, das Nachbarschaftshilfen entstehen. Einkaufsdienste, Lieferdienste, Kinder werden zum Basteln für ältere Menschen motiviert, um ihnen eine Freude zu machen. Auch das sind wir Menschen – wir sind füreinander da.

    Ich arbeite als Dentalassistentin, nebenberuflich motiviere ich Menschen mit Körper, Geist und Seele in Einklang zu kommen.
    Am Anfang der Krise fühlte ich mich absolut gelähmt. Ich erlebte einen persönlichen «Knock down».
    In meiner Tätigkeit als Dentalassistentin bin ich einem sehr hohen Risiko ausgesetzt. Ich habe keine Angst davor, selbst zu erkranken, mein Immunsystem ist gerüstet, aber ich habe Angst davor, als Überträger tätig zu werden. Es herrschte völliges Unverständnis in mir, für die Patienten , die in dieser Zeit eine Dentalhygiene durchführen lassen. Zudem arbeite ich in Deutschland, was mich vor die nächste Herausforderung stellt. Aufgewachsen in der ehemaligen DDR, fühlt es sich wieder eingesperrt an. Eine Tortur für mich, täglich über die geschlossenen Grenzen zu fahren, alle möglichen Papiere vorzuweisen und dann die Angst im Nacken: «Komme ich wieder heim, zu meiner Familie?»
    Nachdem sich die Situation dann so zugespitzt hatte, das uns in der Praxis die Patienten absagten und mein Chef auf Kurzarbeit zugreifen musste, habe ich für mich die Notbremse ziehen müssen. Um meinen Chef zu entlasten und um wieder zu mir selbst zu finden, mich neu zu ordnen, habe ich mir Urlaub genommen. Das war für mich die beste Entscheidung.
    Jetzt, mit etwas Abstand und Ruhe, kann ich auch wieder Verständnis für meine Mitmenschen aufbringen. Jeder geht anders mit der jetzigen Situation um, die einen extrem, andere eher lässig. Wichtig ist, sich selbst zu schützen und seinen eigenen Weg zu finden.
    Noch vor ein paar Wochen fand ich meine Arbeit wenig erfüllend und habe nach Auswegen gesucht. Doch dieser Virus hat es geschafft, das ich mich wieder auf meine Arbeit freue, den es sind die kleinen Dinge im Leben, die uns glücklich machen und die mir jetzt fehlen. Meine lächelnden Kollegen, die dankbaren Patienten – ich hatte all das schon fast vergessen.
    Ich werde die mir selbst auferlegte Zwangspause nutzen, um weiter an mir zu arbeiten, wieder aufmerksamer zu werden, achtsamer.
    Die Ausbildung am FSB ist mir dabei eine riesige Hilfe. Auch die Frauen aus meinem Kurs fehlen mir, doch wir werden alle gemeinsam diese Zeit durchstehen und gestärkt, achtsamer, anders daraus hervorgehen.

    Ich denke, es ist die Zeit, um zur Ruhe zu kommen, sich selbst wahrzunehmen und dem guten in uns wieder mehr Raum zu geben.

    Frühling
    Ein Erwachen
    Die Schnelllebigkeit verlassen
    Ich finde mich neu
    - Achtsamer -

    Ich bin dankbar, das ich meinen Worten Raum geben darf. Vielen Dank, liebe Monika, für den Auftakt.

    Ich wünsche allen von ganzem Herzen Gesundheit und die Zeit das Richtige für sich zu tun, egal was es ist.

    Herzliche Grüsse

    Daniela Jandl

  • Daniela Jandl
    25.03.2020 14:33Uhr

    Kommentar zu Julia Onken – Der sichere Weg, sich zu verpassen

    Liebe Julia,

    auch mich beunruhigt diese Zeit der digitalen Überwachung unseres Körpers sehr.
    Wer kann uns den besser sagen (und tut es auch), wie es uns geht und was wir brauchen, als unser Körper selbst?

    Durch die digitale Überwachung müssen wir unsere Körpersignale nicht mehr wahrnehmen, den der Tracker sagt uns ja schliesslich, wie es uns geht und was wir tun müssen, um unser Wohlbefinden zu verbessern.

    Sehr traurig und sicher nicht gesund.

    Auch ich wurde schon nach den Ergebnissen meines Schrittzählers gefragt und musste etwas beschämt passen. Um mein Versäumnis nachzuholen und endlich der «aktiven» Gesellschaft anzugehören, war dieser Schrittzähler schnell auf meinem Handy installiert. Auf die Ergebnisse war ich sehr gespannt und guter Dinge. Ich war mir sicher, mindestens die doppelte Strecke pro Tag zurückzulegen, als mein Kontrahent. Doch die Ernüchterung kam.
    Laut Schrittzähler habe ich es nicht mal auf 2 Kilometer geschafft, geschweige denn, irgendwelche Etagen erklommen. Ich war fassungslos.

    Doch schliesslich wurde mir bewusst, das dieses Ding ja nur funktionieren kann, wenn ich mein Handy/Tracker oder Sonstiges bei mir trage, was am Tage sehr selten der Fall ist. Meistens liegt es irgendwo und wartet auf Aufmerksamkeit.
    So machte sich doch ein gutes Gefühl in mir breit und ich bin stolz darauf, zu den Menschen zu gehören, die auf ihre Körpersignale achten – ohne digitale Unterstützung.

    Gerade in diesem Moment sitze ich an meinem Schreibtisch, die Sonne scheint und wärmt mich. Ich denke, es ist Zeit für ein bisschen Bewegung an der frischen Luft – ohne Schrittzähler

    Vielen Dank, liebe Julia für diesen Beitrag.

    Besonders berührt hat mich noch dein Abschluss. Ich habe gespürt, wie traurig dich das macht und du diesen Menschen am liebsten geschüttelt hättest um ihn zu sagen «Wach auf!». Aber Du weißt, es ist sinnlos. Er hat noch nicht erkannt, was er verliert.

    Ich wünsche Ihm, das er es noch rechtzeitig merkt, um wieder das wahre Glück zu finden.

    Herzliche Grüsse

    Daniela Jandl

  • Daniela Jandl
    25.03.2020 11:12Uhr

    Kommentar zu Benita Batliner – Was ist meine Berufung

    Liebe Benita,

    du hast einen wunderbaren Text geschrieben, in dem ich mich sofort wieder erkannt habe. Ich konnte direkt mit dir fühlen, den diese Fragen stelle ich mir auch immer wieder allzu oft.

    «Was ist meine Lebensaufgabe?» «Bin ich am richtigen Platz?» «Setze ich meine, mir gegebenen Talente sinnvoll ein?»

    Dein Text beruhigt mich und macht mir klar: «Ja, ich bin richtig!», denn schliesslich haben mich meine Fähigkeiten hierhin gebracht.

    Auch wenn ich meine, manche Dinge passen nicht mehr in meinen Lebensplan, wie zum Beispiel mein Job, finde ich doch auch dort immer wieder Dinge, die mich erfüllen, die mir die Möglichkeit geben, meine Botschaft an die Welt zu senden.

    «Liebe, Verständnis und Respekt anderen und sich selbst gegenüber»

    Du hast toll beschrieben, wie sich die Liebe in dir Bahn bricht und immer wieder diese Mauern, die uns ja auch fordern, niederreisst.

    Aus deinem Text ziehe ich für mich folgendes Fazit:

    «Egal was ich gerade tue, egal wo ich gerade bin; bleibe ich mir treu – bin ich richtig!»

    Vielen Dank dafür!

    Herzliche Grüsse

    Daniela Jandl

  • AD
    24.03.2020 18:13Uhr

    Mein Kommentar zu "Was ist meine Berufung?" von Benita Batliner / 03.03.20

    Liebe Benita

    Vielen Dank für deine schönen Gedanken. Ich habe mich von deinen Zeilen sehr angesprochen gefühlt, da auch ich, wie etliche andere auch, mir immer wieder diese Frage gestellt habe. Was ist der Sinn des Lebens? Oder vielmehr, wo liegt mein Sinn des Lebens? Es scheint ja so, als ob dies die Frage aller Fragen ist, jeder danach sucht und wenn man zu denen gehört, die diese Frage nicht so klar beantworten können, einem etwas fehlt oder man gar unvollkommen ist. Für viele ist es der Job oder ein Hobby, andere sehen ihn in ihrem Partner oder ihren Kindern. Ich finde, den Sinn in der allgemeinen und allgegenwärtigen Liebe zu suchen, respektive zu finden, einen sehr schönen Ansatz. Ungebunden an eine Person, eine Sache oder ein Hobby, sondern einfach pur als solche. Das fühlt sich sehr einfach und richtig an für mich. Scheint es doch eine Frage zu sein, mit der wir uns befassen, weil wir sonst keine existentiellen Probleme haben. Ein Luxus-Gedanke sozusagen, welchen wir uns machen, weil der Mensch Probleme - oder eben einen Sinn - zu brauchen scheint, so kommt es mir zumindest vor. Ich bezweifle, dass zum Beispiel die junge Frau in Afrika, die nicht genügend Nahrung für ihr Kind oder ein Dach über dem Kopf hat, sich Gedanken über den Sinn des Lebens macht und darüber fast in Depressionen verfällt. Solche Menschen leben von einem Tag zum anderen und das einzige was sie umtreibt ist, wie sie genug zu essen finden. Ich drücke das bewusst etwas bissig aus, weil viele von uns, die das Glück hatten in der westlichen Welt das Licht zu erblicken, so verwöhnt sind und auf unfassbar hohem Niveau jammern - ich fasse mir dabei gerade an die eigene Nase. Also ja, warum nicht einfach den Sinn des Lebens darin sehen, dass man liebt. Ich liebe, also bin ich.

  • B. Held
    24.03.2020 15:02Uhr

    Eintrag Kummerkasten
    Betreff: Meine Schwiegermutter mischt sich überall ein. Von Lydia

    Liebe Lydia

    Du hast nicht nur das Problem, dass sich Deine Schwiegermutter überall einmischt und Du ihr nichts recht machen kannst, sondern noch mehr leidest Du darunter, dass Dein Mann keine Partei für Dich ergreift, schlimmer noch, er heisst das Verhalten seiner Mutter Dir gegenüber gar noch für gut.

    Wie Du schreibst, mag Dich Deine Schwiegermutter nicht. Fraglich ist, ob es überhaupt irgendeine Schwiegertochter gäbe, welche den Ansprüchen Deiner Schwiegermutter genügen würde.
    Es ist also bestimmt der falsche Ansatz, irgendetwas ändern zu versuchen, um es Deiner Schwiegermutter recht zu machen. Kannst Du nicht. Musst Du auch nicht.
    Viel wichtiger ist, dass Du das Gespräch mit Deinem Mann suchst.
    Sag ihm, wie belastend die Situation für Dich ist, dass Du Dich von ihm alleine gelassen fühlst.
    Die Lösung findest Du nur im Gespräch mit ihm. Wenn er sich weiter gegen Dich stellt, kannst Du Dich nur anfangen abzugrenzen um nicht unter zu gehen und dass würde nicht nur Distanz zu Deiner Schwiegermutter, sondern auch zu Deinem Mann schaffen.

    Ich wünsche Dir viel Stärke für ein umfassendes Gespräch und grüsse Dich herzlich.

    B. Held, psychologische Beraterin in Ausbildung im 1. Jahr

  • BL - in Ausbildung, dipl. psych. Beraterin
    13.03.2020 09:53Uhr

    12/03/2020 - mein Kommentar zu:

    Stillstand gilt nicht. 'Alles fliesst' - Mathias Jung, 27.12.2019


    Ich habe mich für diese Geschichte/Beitrag entschieden, da es mich an meine eigene Lebensgeschichte erinnert.
    Ich weiss wie es sich anfühlt, wenn man als Kind einen viel zu schweren Rucksack angezogen kriegt und der Inhalt dessen, aber auch gar nichts mit Dir zu tun hat. So einen erdrückenden Rucksack habe ich über lange Zeit getragen, bis ich zusammengebrochen bin und krank wurde. Dass ich diese Last nicht mehr tragen konnte, stiess in meiner Familie auf Unverständnis und meine Schuldgefühle begannen zu wuchern wie ein bösartiges Geschwür.

    Was darauf folgte waren viele Irrwege, Fehlentscheidungen, Therapien über viele Jahre und immer wieder habe ich mich hochgerappelt und weiter ging es.

    Dazwischen gab es Zeiten da häutete ich mich wie eine Schlange und hinterher fühlte es sich wieder an wie Frühling. Doch dies war meistens ein kurzes Glücksgefühl, denn all die Narben und Altlasten wucherten schnell wieder um meine jungfräulich erscheinende Haut, verstopften meine Poren wieder und ich drohte zu ersticken.

    Heute muss ich mich nicht mehr häuten und fühle mich wohl in meiner Haut. Auch wenn ich bis zum heutigen Zeitpunkt mit meinen Eltern/Familie nie darüber sprechen konnte, ich habe ihnen ihr Rucksack definitiv zurückgegeben. Ich habe erkannt, ich bin nicht meine Mutter und ich bin nicht mein Vater und endlich konnte sich meine Seele aus meinem selbst konstruierten Käfig befreien. Meiner Seele zum Fliegen verholfen, hat schlussendlich die absolut, bedingungslose Liebe von meinem Lebenspartner, mit dem ich nun seit 10 Jahren zusammenlebe.

    Ein halbes Jahrhundert bin ich umhergeirrt, habe gesucht, habe gewütet, habe mich selbst beinahe zugrunde gerichtet und die Medizin, welche mich schlussendlich heilen liess, heisst 'bedingungslose Liebe'.

  • 08.02.2020 17:22Uhr

    Kommentar zum Buch „Seelenwunden“ von Mathias Jung

    Beim Lesen des Märchens „Hans mein Igel“ sind bei mir alte Erlebnissen aufgetaucht, die zwar schmerzlich waren, nun aber auch dank der Einsicht in die Erzählung in einem neuen Licht erscheinen. Die Erzählung hat mir letztlich geholfen meine Geschichte besser verstehen und mich mit ihr versöhnen zu können.
    Hans mein Igel sucht seinen Vater auf. Er will ihm nicht imponieren oder betteln. Er ist nun gelassen. Warum? Er hat die grösste Liebesgeschichte seines Lebens erfolgreich absolviert: Die liebe zu sich selbst. Dieser Gedanke gefällt mir sehr.
    Die unselige Kette der Verletzung durchbrechen und sich befreien können heisst, sich erinnern – nach innen schauen, darüber trauern – es beweinen, es bewüten – nicht Opfer bleiben, begreifen warum es so ist, wie es ist und schliesslich beenden.
    Versöhnung ist eine anstrengende Sache, die sich aber unbedingt lohnt!

    Danke für diese Geschichte.
    Anica Druzovic

  • Paula M.
    01.01.2020 09:34Uhr

    Betrifft: philosophische Reflexionen
    Ich bin 81 Jahre alt und denke oft über den Tod nach. Ich gehöre nicht zu denen, die behaupten, dass mit dem Tod alles vorbei ist, aber ich distanziere mich auch von dogmatischen Behauptungen, über das Weiterleben. Ich möchte einfach wertfrei darüber nachdenken. Deshalb gefällt mir die Art von Dr. Ruschmann sehr. Hat er noch mehr dazu geschrieben?

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